München: Die Neue Pinakothek schließt bis 2025

Die neue Pinakothek in München, eine emblematische Institution der süddeutschen Landeshauptstadt, schloss zu Beginn des Jahres seine Türen. Das Museum, in welchem man Werke von Vincent van Gogh, Gustav Klimt und Goya sehen konnte, benötigt dringend eine Renovierung.

So tropft bei starkem Regen Wasser durch das Dach, während die Wände mit Asbest, einem schadstoffhaltigen Werksmittel zur früheren Dämmung, versetzt sind. Und auch die Technik zur Lüftung und Klimatisierung der Räume sei dem Bayerischen Rundfunk zufolge veraltet, weswegen das Gebäude bis 2025 geschlossen wird. Zu den Kosten wurden keine Angaben gemacht, da über diese erst im bayerischen Landtag entschieden werden muss.

Riesiger Besucherstrom und krönende Abschlussführung

Eine riesige Schlange an Menschen wartet am 30. Dezember vor dem Eingang der Neuen Pinakothek, um die Sammlung ein letztes Mal in ihrer ganzen Pracht zu sehen. Foto by Urbanauth

 

Um allen Kultur-Interessierten die Chance zu geben, sich von den Meisterwerken aus dem 19. Jahrhundert zu verabschieden, war der Eintritt vom 17. bis zum 30. Dezember frei. Dies führte zu einem riesigen Besucherstrom, welcher sich bereits um 11 Uhr morgens bis in die Barerstraße ausbreitete. Dieser verlagerte sich dann zum Teil auf die alte Pinakothek und den anderen Kulturräumen im Museumsviertel.

Der fürs erste letzte Tag der Neuen Pinakothek wurde mit einer groß organisierten Abschiedsführung beendet. So gab zum Beispiel der Generaldirektor Professor Doktor Bernhard Maaz Einführung mit Skulpturen und Klassizismus bis Rodin, während die Kunstvermittlerin Doktor Alina Langer unter dem Motto „Unter der Sonne des Südens. Vincent van Gogh“, Interessierten die Möglichkeit gab ,etwas über den Expressionismus zu erfahren.

Doch auf die wichtigsten Werke der Sammlung der Neuen Pinakothek muss nicht vollständig verzichtet werden. So werden einige Werke in der Sammlung Schack sowie im Ostflügel der Alten Pinakothek dem Publikum erhalten bleiben. Die anderen Werke werden voraussichtlich in anderen Museen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ausgestellt.