Hessen: Water in poor condition

Sight on a river which is crowded by trees.

The WWF warns: “Although Hessen is one of the nationwide pioneers in groundwater protection, the waters are in poor condition, contaminated with nitrate and mercury that are harmful to health. The main causes of poor ecological condition are pollution from agriculture and straightening, construction and interruption by dams. He refers to an analysis of official authority data. The 91st Conference of Environment Ministers, which took place in Bremen from 07.11.2018-09.11.2018, should “finally take water protection seriously”, according to WWF board member Christoph Heinrich. And the WWF’s warning is only the tip of the iceberg: due to persistently high nitrate levels in groundwater, the European Court of Justice condemned Germany on 20 June 2018. As a result, the German government passed a new fertiliser ordinance. Is that enough? Karsten Specht, Managing Director of the Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (Oldenburg East Frisian Water Association), believes that it is at least a step in the right direction. Problematic is the lack of transparency, the eternal struggle of the lobbyists with the political actors, and right in the middle of it the consumers. A model such as that in Denmark, for example, where farmers are allocated a certain amount of fertiliser for use, would be desirable. Another motivating reason for reducing nitrate pollution is the otherwise threatening rise in drinking water prices – yes, tap water is and remains drinkable – but separating water from nitrate is neither easy nor cheap. Nor are the fines to the EU Commission if the situation does not improve.

Duisburg: Autonom fahrende Binnenschiffe?

A ship called Daniel Mr Allister is in a river. The surrounding looks industrial.

Ist es ein Beitrag zur Lösung der Verkehrs- und Umweltprobleme? Bereits in 15 Jahren soll es autonom fahrende Binnenschiffe geben – so ließ dies am 31. 10. 2018 das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie des Duisburger Entwicklungszentrums für Schiffstechnik und Transportsysteme verlauten. Die Untersuchung  wurde für die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet erstellt. Mit seinen Kanälen und Häfen wäre das Ruhrgebiet ein optimales Testgebiet für selbstfahrende Schiffe.

Indem die Güter großer Rheinfrachter statt auf Lastwagen auf kleinere, selbstfahrende Schiffe umgeladen werden, würden die Chancen auf Wettbewerbsfähigkeit kleinerer Frachter erhöht werden, betont das Entwicklungszentrum. Doch es darf nicht vergessen werden, dass auch die Automobil-Industrie mit Hochdruck an autonomer Technik arbeitet. Und im Gegensatz zur Binnenschiffsfahrt wird die Autobranche von Milliardenkonzernen unterstützt.

Der Vergleich über die Jahre spricht ebenfalls eher gegen den Binnenschiffsverkehr: Letztes Jahr wurden 222 Millionen Tonnen über die Flüsse transportiert, vor zehn Jahren waren es noch fast 250 Millionen Tonnen. Im Jahr 2010 machte der Transport per Binnenschiff etwa 6% des gewerblichen Güterverkehrs aus, 9% wurden per Eisenbahn und 76% per Lkw befördert. Was den Eisenbahngüterverkehr angeht, so kann gesagt werden, dass dieser trotz jährlichem Wachstumsvolumen seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr richtig auf die Beine kommt.

Für Thomas Schlipköther, Vorstand des Duisburger Hafens für Technik und Betrieb, gibt es momentan ohnehin dringendere Probleme. So die extrem niedrigen Wasserstände, an die man sich anpassen müsse. Des Weiteren die Tatsache, dass heute noch immer viele Binnenschiffe mit alten Dieselmotoren durch die Flüsse tuckern. Ursula Heinen-Esser (CDU) forderte in diesem Zusammenhang in der „Rheinischen Post“ (1. 11. 2018) Umrüstprämien für Binnenschiffe. Zwar ist die Seeschiffsfahrt im Vergleich zur Binnenschiffsfahrt puncto Schadstoffemissionen weitaus schädlicher, da Schweröl verbrannt wird (bei Binnenschiffen handelt es sich meistens um Schiffsdiesel). Dennoch besteht bei der Binnenschiffsfahrt in Bezug auf die ausgestoßenen Luftschadstoffe seit Jahren deutlicher Nachholbedarf.