Paris: Wenn die Straße spricht – Black Lines

Die Bewegung der Gilets Jaunes hat ein starkes Bedürfnis sich auszudrücken. Sei es bei Demos durch bunte Schilder und Verkleidungen – oder Taggs an den Wänden. Die Graffiti-Szene nutzt natürlich die Gelegenheit, der Straße eine Stimme zu verleihen, und so trafen verschiedene Künstler in der Black Lines Community zusammen, um sozialkritische Wände im Kontext der Gelb-Westen zu gestalten. Die Graffiti-Jam fand im Mai an der Rue Ordener im 18. Arrondissement im Norden von Paris statt.

Zu Beginn des Jahres hatte Black Lines bereits eine erste lange Wand mit verschiedenen Künstlern gestaltet. Damals war das Leitthema “hiver jaune”, welches gelber Winter bedeutet. Jedoch reagierte die Verwaltung des 19. Bezirks schnell und ließ die Wand grau überstreichen. Eines der Bilder, welches damals Polemik schürte, war die Freske des Boxers Christophe Dettinger, das von dem Künstler Skalp realisiert wurde. Dettinger hatte auf einer Brücke in Paris die Polizei mit Fausthieben zurückgedrängt.

Ist hier etwa eine Verschwörung im Gange ? Black Lines trifft sich wieder an der Ordener.

Die Handlung von der Stadt wird jedoch von den Kunstschaffenden als Zensur wahrgenommen. Klar, dass sich dies die Künstler nicht gefallen lassen – und so geht es in die nächste Runde. In der Freske von Monsieur Plume /RC/OTM versammeln sich schwarz verhüllte Gestalten um einen Tisch, auf welchem ein rotes Buch liegt, nach dem eine Person zu greifen scheint. Die Gruppierung schwarz vermummter Gestalten geben den Anschein, als ob eine Verschwörung im Gange ist. Zum linken Rand liegt eine vereinzelte Sprühdose auf dem Tisch, während auf der anderen Seite ein Vermummter mit Schläger neben einer stehenden Person sitzt, die das Wort ergreift. Worüber diese Personen diskutieren ist nicht zu erfahren. Dafür aber hebt sich das leitende Thema der Black-Lines Edition deutlich hervor: Zensur und Meinungsfreiheit. Mit dabei: Slyz, bricedu, Torpe und Vince.

Die Gewalt

“Les graffeurs sortent les bombes – l’état sort le Karcher.”

Die Sprüher holen die Farbbomben – Der Staat den Kärcher by Slyz

Die allsamstäglich wiederkehrende Gewalt ist ein großes Thema unter den Anhängern dieser Sozialbewegung. Dies spricht der Künstler Slyze (rechts) mit seinem Bild, einem Photo nach Bsaz, an. Auf diesem ist ein Polizist zu sehen, welcher mit einem Knüppel auf einen Demonstranten einzuschlagen scheint. “Resistance” steht auf seinem Rücken geschrieben. Die rote Banderole im Hintergrund, welche sich vor schwarzen Rauchschwaden emporhebt, sagt aus: “Die Sprüher holen die Farbbomben raus” – Ein Aufruf, die Stadt in Farbe zu tauchen, und zivil ungehorsam zu sein? Auf dem unteren Schriftzug steht: “Der Staat holt den Kärcher raus” – In Kombination zum Gewaltakt auf dem Bild kann die Anspielung auf das Hochdruckreinigungsgerät verwirrend erscheinen.

Fakt ist, dass Putzkolonnen in den Stunden nach den Großdemonstrationen aufräumen. So wie während dem 1. Mai, als direkt an erster Stelle die leeren Granatenhüllen der Flashbangs (GLI-F4) und Tränengaskartouschen, aber auch Gummigeschosse aufgeräumt wurden. Dem folgen dann Transporter, in denen die Berge an Abfall gesammelt werden. Am nächsten Tag verschwinden dabei bereits die ersten Taggs von den Wänden und Holzabschirmungen der Geschäfte und bilden Flickenmuster in der Fassade. Manche Straßenzüge werden dabei so sauber gehalten, dass nach einigen Tagen alle Spuren jeglicher Raumaneignungen verschwinden. Den Kärcher konnte Urbanauth dabei am Sonntag nach dem 16. März in Aktion sehen, als Arbeiterkolonnen die Schäden an den Champs-Elysees im Eiltempo zu reparieren versuchten.

Auf dem linken Bild ist das Abbild einer Marianne zu sehen, welches von dem Künstler Torpe gestaltet wurde. Die Marianne ist eine Symbolfigur der französischen Revolution. Das Gesicht grimmig, in einer Hand die französische Flagge und in der anderen ein Gewehr haltend, findet sie sich von Journalisten umringt. Geradezu verurteilend scheinen sie, wie sie fragen: “Die Gewaltausschreitungen, Verurteilen Sie sie?” “Also die Gewalten, verurteilen sie die?“Verurteilen Sie die Gewalt“.

Dieses gesellschaftskritische Werk kann als Darstellung des öffentlichen Druckes auf die Demonstranten verstanden werden. Die freiheitsliebende Marianne gerät in Bedrägnis und hat sich vor den Medien für die Gewalt zu rechtfertigen. So kommt ihrer Meinung nach die schwerste Gewalt vom Staat selbst, in Form von physischer Gewalt: während den Demos oder in den Vororten, aber auch in psychischer Form: Wie etwa bei Kürzungen von Sozialhilfen, der Rente oder der Schließung von öffentlichen Anlaufstellen und dem Gefühl, von der Politik nicht gehört zu werden.

Die Medien

In dem Meisterwerk des Pariser Sprühers Vince halten auf eine zehn Meter lange Fläche zwei Hände ein rotes Schild, auf dem “Autozensur” geschrieben steht. Der Satz darunter besagt: “Diesmal wird es die Stadtverwaltung nicht wegmachen…“. Und spielt damit wohl auf die Aktion der Stadtverwaltung an, als die letzte Black Lines Zusammenkunft grau übermalt wurde. Unten rechts liest sich sarkastisch: “Angereichert an sozialer Kontrolle”. In der Bildserie ist die vollständige Größe der Freske zu sehen. Oben steht dabei: “Garantiert ohne Barbara Streisand Effekt“. Beim Barbara Streisand Effekt handelt es sich um eine unerwünschte Information, deren Vertuschungsversuche nur dazu führen, dass die Information umso bekannter wird. Dieses Effekts bedarf es dabei bei diesem Kunstwerk nicht, denn: Die Passanten reagieren alles andere als gleichgültig. Sie nutzen die Gelegenheiten, sich mit der “Autozensur” abzubilden.

Das Verhalten der Medien gegenüber der Sozialbewegung steht dabei auch stark in der Kritik. Während Ausschreitungen gegenüber Polizisten im Fokus der Medien zu stehen pflegen, werden Gewalttaten gegenüber Demonstrierenden deutlich weniger stark thematisiert. Der unabhängige Journalist David Dufresne, welcher Zeugenaussagen und Videomaterial zur Polizeigewalt seit dem Beginn der Gilets-Jaunes Bewegung sammelt, kommt Ende Mai auf nicht weniger als 803 Verstöße. Die Anzahl der Verletzten seit November übersteigt dabei inzwischen die 2000er-Marke.

Eine Frau läuft an der Graffiti-Wall an der Rue Ordener im XVIIIeme Arrondissement von Paris vorbei.

“Les Medias vivent quand la rue meurt. C’est une info, pas une rumeur!”

Die Medien leben, wenn die Straße stirbt. Das ist eine Info, kein Gerücht!

Die Frau auf dem Bild – wohin sie wohl gerade unterwegs ist? – läuft an einem in dünnen schwarzen Linien gezogenen Fernseher vorüber. Ein Timer zeigt die Ziffern 13:12 an, während Drähte an der seitlichen Schale zu Dynamitstangen führen. Im Gerät liegen drei Karotten mit Namensschildern darunter: Eine für TF1, welche der Gruppe Bouygues gehört; eine ist für CNEWS, die in Verbindung zur Gruppe Bolloré steht; und die letzte geht an BFM(-TV). Diese drei Fernsehsender gehören privaten Investoren. Mit darunter versammelt die Crème de la Crème der französischen Wirtschaftselite: Vincent Bolloré, Martin Bouygues…

Nicht umsonst skandiert ein Schriftzug auf der oberen Seite: “Die Medien leben, wenn die Straße stirbt. Das ist eine Info. Kein Gerücht!“. Denn während an den Krawallsamstagen des 1., 8. Dezember 2018 und 16. März 2019 die Zuschauerzahlen bei den Fernsender durch die Decke gingen und Moderatoren heiß liefen, gilt es anzumerken, dass nicht alle Medien verhasst sind. So haben die Gilets Jaunes Respekt vor unabhängigen Journalisten, welche von staatlicher Seite eingeschüchtert werden. Wir berichteten darüber.

Was wird aus der Meinungs- und Pressefreiheit?

Das Straßenschild “Platz für die Meinungsfreiheit”, einem aufgeklebten Poster, ist auf dem linken Bild von Stacheldraht umgeben. Zwei Überwachungskameras deuten dabei sinnbildlich auf die steigende Überwachung, während ein kleiner, schelmisch lächelnder Bär unter dem Schild sitzt und eine Granate in der Hand hält. Als Zuschauer ist man versucht sich zu fragen, wann diese wohl hochgeht.

Bei der Guillotine, einer Erfindung aus den Zeiten der französischen Revolution, handelt es sich um ein Fallbeil, mit dem unter anderem der König Ludwig XVI geköpft wurden. Dieses ist im linken Bild auf einen Bleistift gerichtet, auf dem der Name des veranstaltenden Vereins steht. Während die erste Graffiti-Jam unter dem Motto: “Gelber Winter” von der Stadtverwaltung grau überstrichen wurde, liegt der Fokus der letzten Jam auf der Meinungsfreiheit.

Die Künstler wurden in ihrer Ehre angegriffen – doch nicht nur von Seiten der Graffiti-Szene ist die Unzufriedenheit spürbar. In einem offenen Brief Anfang Mai rief das Kollektiv YellowSubmarine dazu auf, sich mit sozialen Protestbewegungen zu solidarisieren und nicht vor den Gewalttaten wegzuschauen. Das Kollektiv besteht aus Künstlern verschiedener Disziplinen. Ihre Petition verzeichnet inzwischen über 26.000 Unterschriften.

Da ist aber jemand wütend. 600 Milliliter Neongelb ins Gesicht.

Und auch der Künstler, bei dem es sich möglicherweise um Koz1 handelt, scheint die Geduld mit dem Staat verloren zu haben. So stopft in Hip-Hop Kleidung sein wütender Affe einem karikaturesken Präsidenten eine 600- Milliliter High Pression-Sprühdose in den Mund. Natürlich in Neongelb. Das fetzige “GJ“-Graffiti im Hintergrund, die Initialen der Bewegung. Auf der vom malträtierten Staatsmann weg-wehenden Krawatte steht: “Kunst ist öffentlich. Marsch zurück.” Das “En marche arrière” nimmt dabei Gegenstellung zum Namen der regierenden Partei: “La République en marche” (/LREM), welches näherungsweise mit “Die Republik in Bewegung” übersetzt werden kann. Eine Ansage, die möglicherweise in Bezug zu den Kürzungen im Budget von Bildung und Kultur, sowie einer gefühlten Degradierung der Arbeitsbedingungen zu tun hat.

Aber…

Jemand hat noch ein Wort mitzusprühen

Graffiti? Gilets Jaunes? – Okay

Aber hier? – Falsche Adresse

TPK, unter anderem bekannt als The Poor Kids – eine der berüchtigsten Graffiti-Crews der französischen Hauptstadt, waren nicht so ganz einverstanden mit Black Lines. Die Crewmitglieder: Relax, Craze, Eby, Keas, Blod, eyome, Knyze, dkc zeigten das wenige Tage später nach der Veranstaltung. Die Hall of Fame an der rue Ordener ist dafür bekannt, den alteingessessen Sprüher-crews zu gehören. Greenhorns und Fremde sind unerwünscht. Auch wenn die Graffiti-Szene der Gilets-Jaunes Bewegung im Nahe steht, da die unvorhersehbare Menschenmenge den Sprühern Deckung gibt. Und auch wenn die Stadt für sie samstäglich zum Spielplatz wird, so sind die Wände an der rue Ordener von hoher Bedeutung für die eingessenen Crews. Thematisch passend wird dabei im ersten Bild in gelb und nachlässigen Buchstabenstyle über das Werk gesprüht. Die verschonte Botschaft besagt: “Die Revolution ist die Offenbarung am Horizont”.

Auf dem zweiten Bild ist die Aussage des Künstlers Adam Yuul ebenfalls erspart geblieben. In roter Schrift warnt er vor drei Epidemien: Castagnitis, Rugyole und Penicose. Die erste ist auf Christophe Castagner, seines Zeichens Innenminister und Parteivorsitzender der LREM bezogen, während mit Francois de Rugy der Umweltminister und Muriel Pénicaud die Arbeitsministerin bezeichnet werden. Im Zusammenhang mit den Forderungen: Inneres – man denke an die Polizeigewalt und provisorischen Gewahrsame sowie Überwachung. Ökologie – welche Macron in seinem Wahlprogramm bewarb, ohne Erfolge vorzuweisen. Arbeit – eines der Grundmotive für die Entstehung der Gilets Jaunes ist die sinkende Kaufkraft in Verbindung mit den Löhnen und den großen strukturellen Unterschieden im Land. Die Freske kann dabei als Kritik an der neoliberalen Wirtschaftsausrichtung der regierenden Partei verstanden werden, weswegen der Künstler abschließend warnt, nicht ohne die gelbe Weste aus dem Haus zu gehen.

Anmerkung: Die Schriftzüge und Zitate auf den Wänden wurden frei übersetzt und an das Deutsche angepasst. Die Bildinterpretation ist nur eine von mehreren möglichen Betrachtungswinkeln.

Europe: L’Europan 15 – Sous le signe de la ville productive

Les résultats proche d'une architecture comme à Saint Ouen (93)? On ne le sait pas encore.
Le Logo de l’Europan

L’Europan 15 fête ses 30 ans ! Ce concours d’idées d’architecture et d’urbanisme suivi de réalisations autour d’un thème commun veut repenser la ville et promouvoir des solutions communes et s’adresse aux jeunes professionnels de moins de 40 .

Chaque année, un réseau de 250 villes et de 20 pays d’Europe libèrent de l’espace et des fonds pour des projets innovants. Le thème de cette année : La ville productive 2.0.

Ainsi, l’Europan réitère l’exigence de la 14. édition de 2017 et met en avant le développement urbain dans sa complexité et son importance sociale. La date limite d’inscription est fixée au 29 juillet et sera suivie de la publication de la liste finale des participants.

Harmoniser l’architecture, les quartiers et la ville dans son ensemble, tout en préservant les ressources, est un vrai défi pour les architectes. Les processus de transition jouent un rôle tout aussi important que la construction de résidences écologiques.

Le bois comme élément de construction redevient à la mode. Un bâtiment public à Saint Ouen dans le 93

La Ville Productive – Une économie circulaire

Dans ce contexte, les candidats doivent réfléchir à la synergie entre la ville et les lieux de production. De même, l’importance est attachée à “Changer le Métabolisme”. L’établissement de circuits circulaires est un objectif. Cela peut prendre la forme d’une réutilisation des espaces entre le logement et la production et comprend les terrains résiduels ou les structures urbaines abandonnées.

Dans le sens d’une économie circulaire, les ressources sont retournées dans le cycle par recyclage ou retraitement. Le matériel existant est destiné à être utilisé plus efficacement dans le sens de l’économie solidaire. Les offres de covoitur-es /-age et les services de location d’outils peuvent être cités à titre d’exemples concrets.

Dans une optique d’innovation ouverte d’Open Innovation, le développement de produits s’ouvre à un spectre plus large et implique ses utilisateurs. Au niveau politique local, cela peut renforcer la participation et la cohésion sociale avec les plateformes citoyennes démocratiques locales Open Source telles que Decidim à Barcelone.

La relation entre la fonction et l’utilisation, et la ville en tant qu’écosystème, fait partie des considérations sociales. L’interaction entre l’ancien et le nouveau, les citoyens et leur environnement est au centre des préoccupations d’Europan. La ville productive veut se détacher de la vision dualiste et considère la ville de demain comme un lieu de synergie.

Pas l’Europan, mais dans l’esprit du temps. Certains des projets Europan 15 pourrontient-ils ressembler à ceci ? Saint Ouen dans le 9

Ressources, mobilité et équité

Adopter des solutions collectives : L’accent est mis sur trois thèmes principaux: Ressources, mobilité et équité.
Ressources – Dans le contexte de l’efficacité, de la consommation et de la pollution. La question est de savoir comment les traiter et comment les distribuer.
Créer la proximité dans l’espace urbain, réduire les distances et faciliter l’accès aux endroits de la ville productive sont les objectifs fixés pour permettre une plus grande mobilité.
Par équité, on entend la façon dont l’égalité spatiale peut contribuer à la justice sociale et dont les deux peuvent être reliées. L’accent est mis sur l’harmonie entre les zones urbaines et rurales, ainsi qu’entre les riches et les pauvres.

Europan 2019 rejoint ainsi pour la 15ème fois la recherche progressive pour des approches spatiales durables et pense la ville de demain.

Divisions spatiales

Les espaces à aménager sont à leur tour décomposés en trois tailles d’unité spatiales différentes : XL, L, S

La taille XL indique l’espace de manœuvre le plus large, ce qui peut également affecter les espaces entre les villes. Cela inclut la relation entre les zones urbaines et rurales. L’enjeu est d’examiner les relations entre les différents cycles au niveau régional et local.
La taille L concerne les quartiers urbains, où les pensées tournent principalement autour des quartiers urbains. Il s’agit de zones qui se distinguent naturellement de leur environnement.
Au micro-niveau S, sont traitées les interventions qui se réalisent le plus rapidement et qui peuvent avoir un effet temporaire.

Balance ta friche industrielle

Populaires en Europe centrale auprès des participants de l’Europan – les anciennes villes industrielles.

En France, Marseille est à l’avant-garde avec ses immeubles délabrés. Avec Romainville et Champigny-sur-Marne, deux banlieues de la région parisienne y participent également. Mais un candidat se démarque : Auby, une petite ville de 7600 habitants a été élue – une ville qui est aussi le plus grand producteur de zinc du pays. Elle est située dans le nord de la France, dans une région structurellement faible. En Belgique, la ville francophone de Charleroi rejoint également les villes anciennement industrialisées qui attendent avec impatience ces aménagements de l’espace urbain.

En Allemagne, outre Selb (Haute-Franconie), les villes du Bergische Land: Hilden, Ratingen, Solingen et Wülfrath participent ensemble à la conception d’une “Bergische Siedlung“. Des terres agricoles et d’anciens sites industriels seront aménagés dans le cadre de cette coopération. Dans ce projet d’envergure, on retrouve toutes les dimensions d’unités spatiales. En outre, un accent particulier sera mis sur l’intégration de l’histoire industrielle locale et régionale dans le nouvel ensemble.

Solingen en Allemagne

Dans l’exemple de la ville Solingen figurant sur l’image aérienne, la zone activement développée est encadrée en jaune. La ligne rouge décrit la plus grande zone de visualisation et reflète le projet dans son champ d’influence. La ligne bleue représente la portée du concept de développement urbain intégré.

Il n’est pas pour rien que la coopération “Zwischen Rhein und Whupper” (Entre le Rhin et le Whupper) a mis a disposition des villes avec des industries textiles et métallurgiques autrefois fortes. Dans le cadre de l’un de leurs projets pilotes, des projets de développement de quartiers tournés vers l’avenir sont confortés. Les zones sélectionnées sont situées dans une zone où l’expansion des transports publics est envisagée.

Photos symbolique de Saint Ouen : Vincent/ Urbanauth – Photos de Solingen: Europan Allemagne

Europa: Europan 15 – Im Zeichen der produktiven Stadt

Saint Ouen Im Wandel - Ein Beispiel von zeitgenößischer Architektur
Das Logo der Europan

Die Europan 15 feiert dieses Jahr ihren dreißigsten Geburtstag. Der europäische Wettbewerb für innovative Raumentwicklung für junge Architekten unter vierzig Jahren will die Stadt neu denken und gemeinschaftliche Lösungsansätze fördern. Über ein Netzwerk von 250 Städten und 20 Ländern in Europa werden jedes Jahr Flächen und Gelder für innovative Projekte freigegeben. Das diesjährige Leitthema: Die produktive Stadt 2.0.

Damit wiederholt die Europan die Vorgabe von der 14. Edition (2017) und reiht sich in die Bemühen ein, der Stadtentwicklung in seiner Komplexität und gesellschaftlichen Bedeutung gerecht zu werden. Der Einsendeschluss ist am 29. Juli und wird von der Veröffentlichung der definitiven Teilnehmerliste gefolgt.

Die Architektur und Quartiere mit der Stadt als Ganzes in Einklang zu bringen und dabei ressourcenschonend vorzugehen, ist eine Herausforderung, der sich die Architekten stellen. Übergangsprozesse spielen dabei genauso eine Rolle wie ökologischer Häuserbau.

Holz als Bausubstanz kommt wieder in Mode. Ein öffentliches Gebäude in Saint Ouen (93)

Die Produktive Stadt – eine Kreislaufwirtschaft

In diesem Zusammenhang sollen sich die Bewerber Gedanken zur Syngerie zwischen der Stadt und produktiven Orten machen. Dies kann mit der Neunutzung von Zwischenräumen zwischen Wohnen und Produktion geschehen und beinhaltet Restflächen oder brachliegende urbane Strukturen.

Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft sollen Ressourcen dem Kreislauf durch Recycling oder Aufarbeitung wieder zurückgeführt werden. Vorhandenes Material soll dabei im Sinne der Sharing Economy effektiver genutzt werden. Als konkrete Beispiele kann man Car-Sharing-Angebote sowie Werkzeugverleih-Dienste nennen.

Ganz im Sinne der Open Innovation öffnen sich Unternehmen bei der Produktentwicklung einem breiteren Spektrum und ziehen ihre Nutzer mit ein. Das können diese auf lokal-politischer Ebene mit Open Source basisdemokratischen Bürgerplattformen durchführen, wie z.B. Decidim in Barcelona. Darüber hinaus werden dadurch die Mitbestimmung und der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt.

Die Beziehung von Funktion und Nutzung und die Stadt als Ökosystem stellen dabei einen Teil der sozialen Überlegungen dar. Das Zusammenspiel von Alt und Neu, den Bürgern und ihrer Umgebung liegen im Blickpunkt der Europan. Die produktive Stadt möchte sich dabei von der dualistischen Sichtweise losgelöst sehen und betrachtet die Stadt von Morgen als einen Ort der Synergien.

Nicht die Europan aber voll im Zeitgeist. Könnten so einige Projekte der 15. Edition aussehen?

Ressourcen, Mobilität und Fairness

Gemeinschaftliche Lösungsansätze: Die Schwerpunkte sind dabei um drei Hauptthematiken gelegt: Ressourcen, Mobilität und Fairness.
Ressourcen: Im Zusammenhang von Effizienz, Verbrauch und Verschmutzung geht es um die Frage, wie mit Ihnen umgegangen wird und diese verteilt werden.
Nähe im urbanen Raum zu schaffen, Distanzen zu verkleinern und barrierefreie Orte der produktiven Stadt, sind dabei die gesetzten Ziele um eine größere Mobilität zu ermöglichen. Die Fairness stellt sich der Problemstellung, wie räumliche Gleichheit zur sozialen Gerechtigkeit beitragen kann und beide verbunden werden können. Die Harmonie zwischen urbanen und ländlichen Gebieten, sowie arm und reich, stehen dabei im Fokus.

Die Europan 2019 reiht sich damit zum 15-mal in die progressiven Recherchen nach nachhaltigen Raumansätzen ein und denkt die Stadt von Morgen.

Raumunterteilungen

Die zu entwickelnden Flächen werden wiederum in drei verschiedene Raumgrößen unterteilt: XL, L, S

Die Größe XL bezeichnet den breitesten Handlungsraum, welcher auch Räume zwischen Städten betreffen kann und das Verhältnis Stadt-Land beinhaltet. Es gilt die Beziehungen verschiedener Kreisläufe auf regionaler Ebene zu untersuchen.
Die Größe L betrifft Stadtteile, wobei sich die Gedanken hauptsächlich um städtische Quartiere drehen. Diese sind Flächen, welche sich natürlich von ihrer Umgebung hervorheben.
Die Mikroebene S befasst sich mit den Eingriffen, welche am schnellsten zu verwirklichen sind und ebenso nur temporär wirken.

Die Teilnehmer

In Zentral-Europa sind ehemalige Industriestädte bei den Europan-Teilnehmern beliebt.

In Frankreich ist Marseille mit seinen maroden Vierteln vorne mit dabei. Und während mit Romainville und Champigny-sur-Marne zwei Banlieues im Pariser Raum teilnehmen, ist mit Auby eine Kleinstadt von 7600 Einwohnern gewählt worden, die zugleich größter Zinkproduzent im Land ist. Auby liegt im strukturschwachen Norden von Frankreich. Und auch das französischsprachige Charlerois in Belgien reiht sich in die ehemals stark industrialisierten Städte ein, die diese Raumentwicklungen begrüßen.

In Deutschland nehmen neben Selb ( Oberfranken) die Städte aus dem Bergischen Land: Hilden, Ratingen, Solingen und Wülfrath gemeinsam teil, um eine “Bergische Siedlung” zu entwerfen. Dabei werden sowohl Ackerflächen, als auch alte Industriegelände bebaut. Das Besondere: Alle Größen der Raumunterteilungen sind in diesem Projekt vertreten.

Von der Kooperation “Zwischen Rhein und Wupper” wurden die Städte mit ehemals starker Textil- und Metallindustrie nicht umsonst zur Verfügung gestellt. Im Rahmen eines ihrer Pilotprojekte werden zukunftsweisende Quartiersentwicklungen unterstützt. Und die ausgewählten Bereiche liegen in einer Zone, die für den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel in Betracht gezogen wird.

Artikel und Symbolfotos aus Saint Ouen: Vincent – Fotos von Solingen bereitgestellt durch die Europan Deutschland

Europan – Under the sign of the productive city

Saint Ouen is changing - Example of modern architecture

The Europan 15 celebrates its 30th birthday this year. The European competition for innovative spatial development for young architects under the age of forty wants to rethink the city and promote joint approaches to new solutions. Through a network of 250 cities and 20 countries in Europe, space and funds are released each year for innovative projects. This year’s theme: The productive city 2.

With this, Europan repeats the target of the 14th Edition in 2017 and joins the effort to do justice to urban development in its complexity and social significance. The closing date for entries is the 29th of July and will be followed by the publication of the final list of participants.

Achieving harmony between architecture and neighbourhoods and the city as a whole, while at the same time conserving resources, is a challenge that architects face. Transition processes are just as important as ecological house building.

Wood as building material is fashionable again. A public building in Saint Ouen (93)

Europe and the productive City – 2

In this context the applicants should think about the synergies between the city and productive places. This may concern ass well the development of part-spaces embedded in between the surfaces of living and production and includes residual areas or abandoned urban structures. Also the “Changing Metabolism” will be emphasized. The aim is to establish circulars cycles.

In the sense of a circular economy, resources are to be returned to the cycle through recycling or reprocessing. Existing material is to be used more effectively in the sense of the Sharing Economy. Car-Sharing offers and tool rental services can be cited as concrete examples.

While in the spirit of Open Innovation the development of products opens up to a broader spectrum and involves its users, at the local political level this can strengthen co-determination and cohesion in society with Open Source grassroots democratic citizen platforms such as Decidim in Barcelona.

The relationship between function and use and the city as an ecosystem are part of the social considerations. The interaction of old and new, the citizens and their environment are the focus of Europan. The productive city wants to see itself detached from the dualistic perspective and regards the city of tomorrow as a place of synergies.

Not the Europan but fully in the zeitgeist. Could some projects of the 15th edition look like this?

Resources, mobility and equity

Common solutions: The focus is on three main topics. Resources – In the context of efficiency, consumption and pollution, the question is how to deal with them and how to distribute them. To create proximity in the urban space, to reduce distances and barrier-free places of the productive city are the set goals to enable a greater mobility. Equity confronts the problem of how spatial equality can contribute to social justice and how both can be connected. The focus is on the harmony between urban and rural areas, as well as rich and poor.

Europan 2019 joins the progressive search for sustainable space approaches for the 15th time and thinks the city of tomorrow.

Subdividing spaces – With each having its particularity

The areas to be developed are in turn divided into three different space sizes: XL, L, S

The size XL denotes the widest handling space, which can also affect spaces between cities and includes the relationship between urban and rural areas. The relationships between different cycles at the regional and local level are taken into consideration.

The size L concerns urban districts, whereby the thoughts mainly revolve around urban quarters. These are areas that naturally stand out from their surroundings. The micro-level S deals with the interventions that are quickest to implement and also only have a temporary effect.

The participants

“In Central Europe, former industrial cities are popular with Europan participants.”

In France, Marseille is one of the front runners with its dilapidated quarters. And while with Romainville and Champigny-sur-Marne two banlieues from the Paris area participate, the choose of Auby a small town of 7600 inhabitants in the structural weaker north of France, which at the same time is the largest zinc producer in the country. And also the French-speaking Charlerois in Belgium joins the formerly highly industrialized cities that welcome these spatial developments.

In Germany, in addition to Selb (Upper Franconia), the towns from the Bergisches Land: Hilden, Ratingen, Solingen and Wülfrath participate together to design a “Bergische Siedlung“. Both arable land and old industrial sites will be developed. The special: All sizes of the subdivisions are represented in this project.

The cooperation “between Rhein and Wupper” emphasizes strongly the move of those cities with formerly strong textile and metal industries. Within the framework of one of their pilot projects, forward-looking neighbourhood developments are being supported. And the selected areas are located in a zone that is being considered for an expansion of public transport.

Munich: Un quartier créatif pour la ville

À Munich, les plans pour un quartier créatif entre les rues de la Dachauer et Infanterie -strasse progressent. La ville se veut créatif et attractif… et se voit confrontée à une grande pénurie de logements. Est-ce que le temps est arrivée pour une intervention à plus grande échelle?

Photo aérienne de la zone en question: la zone se distingue par sa forme en L. (Photo : Ville de Munich)

Pendant 15 ans, l’idée a mûri de construire un quartier créatif dans l’ancien quartier des casernes (Luitpoldkasernen) et ses environs. Il s’agirait d’un complexe se composant de quatre sections : Domaine créatif, laboratoire créatif, parc créatif et plateforme créative. Vu d’en haut, les quatre parties forment un L. La zone s’étendrait sur environ 20 hectares, soit l’équivalent de 28 terrains de football.

“Réunir la vie, le travail, la culture, l’art et le savoir.”

Ce mercredi (22.05.19), ce fut le moment de passer à l’action et un autre jalon a été posé : Le plan de développement pour les deux secteurs sud a été prononcé. Pour les zones du futur parc créatif et de la plateforme créative, la prochaine phase est entamée.

Suffisamment de place sur le site

La plateforme créative

Le plan de développement de la zone créative nord-est est déjà entré en vigueur depuis 2017 et vise à créer un espace de 385 appartements. La plateforme créative complétera cette zone avec des surfaces de logement supplémentaires.

Sur le site de neuf hectares, 341 appartements seront construits par et pour les services publiques municipaux de Munich (Stadtwerke München Gmbh /SWM)) dans le cadre de son initiative d’expansion d’appartements pour leur salariés (“Ausbauoffensive Werkswohnungen”). Dans ce cadre, les services publics municipaux ont l’intention de construire jusqu’à 2 500 appartements pour leurs propres employés d’ici 2030.

La zone résidentielle de la plateforme créative est prévue de sorte qu’il y aura de l’espace pour des activités commerciales au rez-de-chaussée et des crèches. Les bâtiments existants classés “monument historique” seront rénovés et intégrés de sorte que leur architecture harmonisent avec les nouveaux bâtiments d’architecture moderne.

La décision permet également d’obtenir un permis de construction pour l’extension de la Hochschule (comparable à une IAE). La faculté de design de la Hochschule est déjà située au 17, Lothstraße. En outre, une utilisation commerciale est en vue : avec le “Munich Urban Colab”, par exemple, un centre de start-ups et d’innovations pour des “Smart City Solutions” s’installerait et renforcerait Munich en tant que site informatique. Selon le Süddeutsche Zeitung, il accueillerait plus de 250 start-ups et serait géré par la TUM, l’incubateur de l’Université technique de Munich.

Quoi d’autre?

Les monuments industriels de halles nommés “Jutier” et “Tonnenhalle” sont deux structures en béton d’une centaine de mètres de longueur datant de 1926. Ces halles sont censées être entièrement rénovées. Outre la construction d’un parking souterrain, l’objectif principal est de créer des espaces pour l’art et la création artistique. En plus de cela, le conseil municipal a demandé des mener des études sur diverses interventions dans la Dachauerstraße, notamment la construction d’une ligne de tramway et de réaménager la circulation est à l’étude.

München: Ein Kreativquartier braucht die Stadt

In München schreiten die Pläne für das Kreativ-Quartier zwischen der Dachauer- und Infanteriestraße voran. Man will sich Hip. Man will sich kreativ. Und man hat einen großen Wohnungsmangel. Zeit dass sich was ändert?

Auf der Luftaufnahme des zu entwickelnden Geländes hebt sich das Areal durch seine L-Form ab. (Foto: Stadt München)

Ganze 15 Jahre reifte die Idee ein kreatives Quartier auf dem ehemaligen Gebiet der Luitpoldkasernen und Umfeld zu errichten. Dieses soll aus vier Raumunterteilungen bestehen: Kreativfeld, Kreativlabor, Kreativpark und Kreativplattform. Aus der Luft betrachtet formen die vier Teilquartiere ein L. Die Fläche erstreckt sich auf ungefähr 20 Hektar – Was 28 Fußballfeldern entspricht.

“Wohnen, Arbeiten sowie Kultur, Kunst und Wissen zu vereinen”.


Diesen Mittwoch (22.05.19) war es dann so weit und ein weiterer Meilenstein wurde gelegt: Der Bebauungsplan für die zwei Südlichen von insgesamt vier Teilquartieren wurde ausgesprochen. Für die Flächen des zukünftigen Kreativpark sowie der Kreativplattform geht es nun in die nächste Etappe.

Die Kreativplattform

Während der Bebauungsplan für das nordöstliche Kreativfeld bereits seit 2017 in Kraft getreten ist und Wohnraum für 385 Wohnungen schaffen soll, folgt die Kreativplattform mit weiteren Wohnflächen.

Auf dem neun Hektar großen Areal entstehen 341 Wohnungen durch und für die Stadtwerke München Gmbh (SWM) und Teil ihrer “Ausbauoffensive Werkswohnungen”. In dessen Rahmen wollen die Stadtwerke bis 2030 bis zu 2500 Wohnungen für die eigenen Mitarbeiter bauen.

Das Wohngebiet auf der Kreativplattform ist als Blockrandbebauung vorgesehen, sodass es im Erdgeschoss Platz für kommerzielle Aktivitäten geben wird, aber ebenso Platz für Kindertagesstätten. Dabei sollen die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude renoviert werden und in Einklang zu den Neubauten zeitgenössischer Architektur stehen.

Durch den Beschluss wird auch ein Baurecht für die Erweiterung der Hochschule ermöglicht, während sich die Fakultät für Design bereits an der Lothstraße 17 befindet. Außerdem ist eine gewerbliche Nutzung in Sicht: So soll mit dem “Munich Urban Colab” ein Gründer- und Innovationszentrum für Smart City Solutions einziehen und München als IT-Standort stärken. Dieses soll der Süddeutschen Zeitung zufolge über 250 Start-Ups beherbergen und wird von der Unternehmer TUM betrieben, welches das Gründerzentrum der Technischen Universität München ist.

Auf einen Sprung in die Halle6 ? – Wohl erstmal noch auf unbefristete Zeit möglich.

Und was noch ?

Die Industriedenkmäler der Jutier– und Tonnenhalle, zwei ungefähr 100 Meter lange Betonkonstruktionen aus dem Jahr 1926, sollen vollständig neu instand gesetzt werden. Neben dem Bau einer Tiefgarage, sollen vor allem Räume als Kunststätten und zur Kunstschaffung entstehen. Außerdem hat der Stadtrat Untersuchungen in Auftrag gegeben, welche diverse Eingriffe in die Dachauerstraße betreffen. Es wird die Möglichkeit untersucht eine Tram-Station hinzuzufügen, sowie den Verkehrsfluss neu zu ordnen.


Munich: Did the time come for an urban & creative quarter?

In Munich, plans for the “Kreativquartier” between Dachauerstrasse and Infanteriestrasse are progressing. People want to get hip, live creative… and you have a big housing shortage. Is there a change in sight?

Seen from high above: the area forms the letter L.

For 15 years the idea matured to build a creative district on the former area of the Luitpoldkasernen and its surroundings. This is to consist of four room subdivisions: Creative field, creative laboratory, creative park and creative platform. Seen from the air, the four partial districts form an L. The area extends over approximately 20 hectares – which corresponds to 28 football pitches.

The guiding principle: to combine living, working, culture, art and knowledge.


This Wednesday (22.05.19) another milestone was set: The development plan for the two southern ones of altogether four partial districts was pronounced. For the areas of the future Creative Park as well as the Creative Platform, the next stage is now underway.

It’s not a problem of space. The area is big enough. – It’s a problem of effective housing.

The Kreativ-Platform

While the development plan for the north-eastern creative field has already been in force since 2017 and is intended to create living space for 385 apartments, the creative platform and park with additional living space will follow.

On the ninae-hectare site, 341 apartments are being built by and for the municipal utilities of Munich (SWM) and is part of its “expansion offensive for company apartments”. Within this framework, the municipal utilities intend to build up to 2,500 apartments for their own employees by 2030.

The residential area is planned as a perimeter block development so that there will be space on the ground floor for commercial activities, but as well child care places. The existing listed buildings are to be renovated and in harmony with the new buildings of contemporary architecture.

The decision also allows for a building permit for the extension of the university, while the Faculty of Design is already located at Lothstraße 17. In addition, commercial use is in sight: With the “Munich Urban Colab”, for example, a start-up and innovation centre for Smart City Solutions is to move in and strengthen Munich as an IT location. According to the Süddeutsche Zeitung, this is to accommodate more than 250 start-ups and is operated by UnternehmerTUM, which is the start-up centre of the Technical University of Munich.

Still good for a visite: The artsy Halle6.

And what else?

The industrial monuments of Jutier– and Tonnenhalle, two approximately 100 meter long concrete structures from 1926, are to be completely repaired. In addition to the construction of an underground car park, the main aim is to create spaces for and the creation of art. In addition, the city council has commissioned investigations into various interventions about the street Dachauerstraße. The possibility of adding a tram station and rearranging the traffic flow is will be investigated.

Article: Vincent Translation and photos: Olli

L’ère de la pollution plastique marine

Images de la pollution par le plastique: Where… Mandy Barker

Marcher au bord de la mer est censé aider à réduire le stress. Le bruit des vagues qui s’écrasent et le soleil qui se couche, peut vous offrir un environnement paisible. Cependant, de nos jours, il faut faire face à autre chose. Des gobelets, des lames de nylon et des éclats de plastique nous entourent. Les déchets humains ont remplacé les pierres, les cailloux et les coquillages.

La bakélite, le premier plastique synthétique, a été créé en 1907. A partir de ce moment, l’avenir du monde semble être compromis. Selon un rapport de l’ONU, 13 millions de tonnes de plastique se déversent dans les océans chaque année. Et en raison de leur durabilité et de leur indestructibilité, les polymères plastiques mettent plus de cent ans à se décomposer. L’énorme quantité de cette matière synthétique dans les fonds marins a affecté l’écosystème océanique et a déclenché une nouvelle époque : l’ère de la pollution marine plastique.

Mandy Barker, photographe internationale, a réalisé un reportage photographique sur les déchets marins. Selon elle, l’art peut contribuer à améliorer la compréhension de cet énorme problème. Dans ce cas précis, la photographie est un outil utile pour signaler les effets néfastes de la pollution plastique marine. De plus, il contribue à améliorer la prise de conscience de la société et, espérons-le, à promouvoir l’activisme des gens. Le but de Mandy Barker est évident :

“L’art est une forme de communication qui a la capacité d’éduquer, d’informer et de sensibiliser. Dans mon cas, sur la surconsommation de plastique qui pénètre dans la mer et ses conséquences néfastes.”

600 ans ou pour l’éternité? – Mandy Barker

Comme le souligne le Marine Pollution Bulletin, les effets négatifs de la pollution plastique ont un impact sur la société, l’économie et le bien-être humain. Les débris marins sont sans aucun doute une source de stress environnemental. Elle entraîne une détérioration excessive du milieu aquatique. En retour, les gens auront des difficultés à mener à bien certains secteurs liées à l’utilisation d’eaux propres.

Mais comment pouvons-nous arrêter cette catastrophe à échelle mondiale ? Comment contribuer à préserver l’eau et la biodiversité ?

Des chercheurs de l’Université de Tel-Aviv ont développé un plastique durable et biodégradable composé d’algues marines. La solution contre la culture du plastique nocif est d’utiliser les polymères à l’intérieur des organismes marins unicellulaires. Les objets construits avec ce plastique particulier seront bon marché et se décomposeront rapidement.

30 ans ou pour l’éternité? –Mandy Barker

Le bio-plastique marin peut devenir une découverte révolutionnaire non seulement pour les océans mais aussi pour notre propre société. Cet éco-plastique pourrait être utilisé pour une vaste gamme de secteurs, dont la fabrication de vêtements ou l’emballage alimentaire. Voilà une innovation qui représente le rôle humain dans notre société : la capacité à trouver un équilibre entre progrès et respect de l’environnement.

[Article: Martina Traduction: Vincent Photo: Mandy Barker]

Dublin: No housing? Take it back!

Ireland. Vacancies, expensive rents and slumlords are driving more and more people into homelessness. Dublin is particularly affected. This summer, various grassroots initiatives began to defend themselves and draw attention to the housing crisis. The background to a summer of occupations.

Wiliam Murphy, photographer from Dublin, lived in San Jose, California, in 1979 when he visited San Franscico on a weekend and witnessed homelessness on the streets for the first time in his life.

For him – shocking and unusual, because in 1970 it was customary for the Irish state to guarantee people a roof over their heads. Many of his colleagues lived in Cremlin, Bellyfermon and Cabra. This was to change, however, when the state handed over the construction and maintenance of social housing to the private sector.

Portobello, Dublin 2, Richmondstreet South- An area with many decaying houses. Some of them are used temporarily. The picture shows a courtyard where food markets are held and outside walls are provided to graffiti sprayers. (Photo by: William Murphy / CC BY-SA 2.0)

After his return to Dublin in 2007 he began to notice the increasing number of people sleeping ruff in front of the shops in the city centre. Back then he fell on atears at his workplace because his colleagues either didn’t believe him or claimed they were drug addicts. But since then the problem has worsened to a point where it is no longer possible to talk down the problem of homelessness.
Thanks to his experience abroad, Murphy has found parallels with the housing situation between San Franscico and Dublin. Both being cities which aren’t affordable for the working-class.

The current homelessness problem leaves him with a bitter aftertaste. Especially since he himself was affected five years ago and had to fight to pay off his mortgage. Five years ago, when he himself was affected by mortgage payments on his apartment, the current situation touched him. Murphy archives the streets of today’s Dublin with his camera.

When I was in Dublin at the beginning of July last year, some situations caught my attention: On the one hand, the many tourists and language students who led an exuberant life between learning English and bar hopping. And on the other hand the high number of homeless and homeless people, who stood in contrast to the huge number of empty and barricaded houses.

Vacancy as far as the eye can see – Ardee Street, Dublin 8th (Photo by William Murphy / CC BY-SA 2.0)

According to the Focus Ireland charity and government surveys, the number of homeless people in Ireland in 2014 was just under 4,000, rising to almost 10,000 in four years. Individuals and families in private tenancies suffer. In October (2018), 1700 families, including 3725 children, went to emergency shelter.
But the number of unreported cases is probably much higher, as many people get caught up in their social network of friends and acquaintances ( – couch surfing). However, these cases are not recorded in the statistics.

The housing shortage has steadily worsened since the economic crisis in 2008. Among other things for the purpose of the legislative decision to cut funds for social housing between the crisis and 2014 by 72% and to bet on private landlords. As a result, the budget fell from 1.34 billion to 390 million euros.

No apartments despite rampant vacancies

In 2015, the Dublin Inquierer produced a first incomplete map of empty buildings. This already included a number of 389 units.

The vacancy is easy to see – between the barricaded windows, decaying facades and high barriers of these buildings. The following year, when the Housing Agency published a vacancy report for Dublin, 38,000 vacant properties were listed. Since then, according to TheGuardian, the number has fallen to 30,000 vacant properties by 2018. Yet the number of homeless people has increased which is why people have to sleep on the streets despite such a large amount of unused residential space.

However, the affected citizens do not admit defeat and begin to point out the grievance by creative methods. The Irish Housing Network (IHN), for example, called in the summer, for vacancies throughout Ireland to be marked with yellow posters. On a yellow background, the outline of a family under a roof is displayed and joined by the sentence: “Shame on you – this could be a home”.

The problem of vacant buildings, which are either in very poor condition and have been waiting for years for a new development or remain unused for speculative reasons, characterises the urban landscape. Dublin, with its high rents, is lucrative for real estate sharks, who are driven up by vacancies.

Providers such as AirBnB also take Irish housing away, as the owners, in addition to a high profit margin, do not have to adhere to the classic tenancy law. Dublin, as a university and language school city, is particularly affected. But the 1300 holiday apartments and 1100 rooms listed by InsideAirBnB are only the tip of the iceberg.

In the clutches of the Irish Slumlords.

Particularly bad landlords are known in linguistic usage as slumlords. They are the Irish version of the French “Marchands de sommeil”. These rental sharks rent rooms with six to eight beds for up to 450 Euros per capita. Mostly this concerns people in precarious situations who do not have the possibility to defend themselves. These overcrowded sleeping quarters are not maintained by the slumlords. Fire protection deficiencies and mould on the walls are part of their everyday lives.

Those who end up in such dubious tenancies rarely receive the prescribed rental book. In this the personal data of the owner must be noted, as well as a listing of the past rent prices show. It is intended to protect tenants from arbitrariness, but in the absence of rigorous implementation, this rule is disregarded in many cases. Those affected find themselves in a dilemma because they depend on accommodation and do not always have the means to assert their rights.

A small Twitter survey conducted by the Dublin Central Housing Action, which supports people in housing need and is part of the TBTC Dublin (“Take Back The City Dublin”) movement, found out that 87% of 650 respondents had not received a rental book:

Determined to face slumlords and rental sharks

Slumleaks a collective of affected people has come together under the motif: “Exposing Irish Slumlords” and reports regularly on harassment, threats of violence and expulsions by unscrupulous slumlords. The case Paul Howard Tenant#1 gives insights into the mundane life of the rental shark Paul Howard:

The six tenants at Mountjoy Square in Dublin 1 found themselves suddenly on the street at the end of last year when they found themselves expelled from their apartment on 13 December. The owner had changed the lock on the front door and put all their belongings in plastic bags on the street. Previously they had gone to court against their landlord. The state of the apartment, with a broken window and mold on the walls, as well a preceding arbitrary rent increase from 650 to 750 Euros, had become too much. The expulsion, which took place in winter, is considered illegal by Slumleaks.

So one of the affected people of Mountjoy Square told Slumleaks about the payment of the rent: “Every month we collect our rent and Paul Howard or one of his friends comes by to collect it – altogether 4200 € in cash..”

Dublins answer to the crisis

“Homes not Hostels” – Pointing on vacant buildings by Direct Action (Photo by: Opendemocracy)

The activists of the grassroots movements use direct action methods to draw attention to the deplorable conditions. Posters and banner campaigns, food distribution and temporary occupations belong to the activities of the militants. Direct action, which can also be understood as a synonym for civil disobedience, describes the possibilities of using pacifist approaches to point out social problems and initiate public debate. As in the case of “Take Trinity Back,” a student protest that broke out in March 2018:

The Trinity College board had intended to introduce additional costs of 450 euros for retaking exams. This was followed by students protesting and occupying the historic “Dinning Hall” for three days. When the occupation was dissolved, 1000 students came and cheered on their fellow students. The university management struck a conciliatory note and let go of his plan. The occupation of the university building represented the first breeze which would spread to the streets of Dublin. Spring was over, but things were already boiling at other places…

The begin of a summer of occupations

May. A few blocks from Mountjoy Square: The residents of five houses in Summerhill Parade 33-39, Dublin 1, were evicted from their rooms. These, who shared the accommodation with up to twenty other tenants per house and are to a large extent of Brazilian origin, were unable to name the owner of the houses in an interview with the Irish Times. The residents were supported by various grassroots initiatives including the Dublin Central Housing Action, Take back Trinity, Brazilian Left Front and four other local movements.

August 7th – In protest, the groups begin to occupy Summerhill Parade 35 and draw attention to the local housing problems.

For months now, the Dublin Central Housing Action has been organising a Facebook campaign against Pat’ODonnel. This and his investment fund, the “Co Ltd Retirement and Death Benefit Plan” – a pension fund of 67 members. At the beginning of August, a spokesman told the Irish Times that the O’Donnels did not own the properties in the Summerhill Parade. However, in mid-August, Pat’ODonnel filed a lawsuit against the occupiers on behalf of his pension fund.

In the video the squat is officially declared, one of the activists gives a speech about the situation of the people and demands a purchase right of the city on Pat O’Donnel’s house.

The words are not heard and ten days later the activists leave the building in a demonstration, marching with a banner: “Build homes, not profits”.

August 17 – The court decided to evict them. 750 metres and a few bends further, the activists from Take back the City (TBTCDublin) marched into a vacant house on Frederick Street North 34, owned by an insurance company and standing empty for three years.

25 August – On the occasion of Pope Francis’s visit to Dublin, activists proclaim a Saturday of action in which the house is occupied exclusively by women and children. The activists see this as a reminder of the fact that single parents and their pupils had to do forced labour in the Magdalenen laundries until the late 20th century. A national trauma for which the Irish state apologised to over 10,000 people as late as in 2013.

After 25 days – Facing the eviction

11 September – Two weeks earlier, the court had once again ruled in favour of the landlords, but the house remained occupied. More and more people are supporting TBTCDublin. Suddenly that Tuesday evening at about seven o’clock, a sprinter with no numberplate on the front appeared and masked persons emerged. The privat hired contractors tried to gain access to the house and only calmed down when the local police arrived and took over.

Five of the activists were brought to the police station on Store Street in a rabid manner. According to the newspaper Thejournal, which reported in detail about the eviction, up to 100 demonstrators gathered in front of the house. Later, the demonstration moved outside the police station, whereupon three of the activists were released. Nevertheless, the house project was ended.

In solidarity with TBTCDublin, squatting took place throughout Ireland, such as in Waterford, where activists held a 24-hour occupation of an empty building in the city.

Paris: Is it too expensive – are you too poor

Beautiful for tourists - Expensive for residents. Street crossing in the 17th arrondissement of Paris.

Paris – differences between income classes deepens. The newspaper Lemonde explored this question in an interview with sociologists Monique Pincon-Charlot and Michel Pincon. These two, close to the anti-capitalist left. are researching among other things the state of social and urban segregation.

Specially in Paris the population has changed drastically since 1954. Whereas 34.5 percent of the population were in middle or higher occupations at the time, this figure had risen to 71.4 percent by 2010. This is due on the one hand to the de-industrialization since 1962, the banlieues and the global importance of Paris as a financial sector.

Stacked housing for high earners – Building in the 17ème Arrondissement of Paris (Foto/ Urbanauth)

Rich and rich remain among themselves. In the “Beaux Quartiers” such as the 16th and 17th or suburbs such as Neuilly sur Seine, the wealthiest city in France, worlds of their own are formed and thus also a gap between the poor and the wealthy.

While Paris, as a cultural capital, offers its inhabitants many spectacles, exhibitions and places to go out, and is the first city in the index of cities with the best standards of living, the situation is different a few steps behind the motorway that separates the city from its agglomeration:

In Saint Denis, north of Paris, a couple earns on average 2154 € per month. Singles are doing best with an average of 1487 € and still live at the minimum.

The newspaper La Gazette des Communes looked into the question of the extent to which inequalities exist in the Greater Paris region and summarised them in a map. The Banlieues Argenteuil, Aulnay-sous-Bois, Montreuil and Saint Denis had a poverty rate of at least 20 percent at the end of 2015. Saint-Denis even exceeds the others with a rate of 35%. And that with a share of social buildings, that is around 33 percent.

These are in stark contrast to the areas in the west of Paris, like La Defense, where more than half of the municipalities fail to meet the statutory quota of 20-25 percent of social buildings. Instead, suburbs like Neuilly Sur Seine, with a 5% share, prefer to pay fines and maintain their homogeneity.

After Paris, the rest?

New developed area “Les Docks” in St. Ouen (93), a suburb of Paris, which becomes more and more interesting for investors. The 2024 Olympic Games and the opening of the new Porte de Clichy Palace of Justice contributing to it.

In the light of the Grand Paris and its expansion of the infrastructure, one has to wonder to what extent the suburbs will be gentrified. Even though some municipalities, especially in the north, have so far taken measures to maintain diversity among the population, many students from the middle class are now moving to the suburbs.

It is not without reason that the left-wing medium StreetVox is concerned about developments in the Seine Saint Denis in the shadow of the 2024 Olympic Games. For example, commercial buildings, housing for students and migrant workers were destroyed. While the companies and students moved, this is not the case for the housing of the migrant workers. This, which had housed foreign workers since 1972, was replaced by a social building. But also the magnetic attraction of the Olympic Games on investors is a key question. We reported previously on JPMorgan and its AdvancingCities initiative.

The Olympic Village, which will accommodate a large number of Olympians with 17,000 beds, will later be converted into 22,000 apartments, 900 student accommodations and 100,000m² of commercial space. The newly created apartments will be marketed as condominiums with standing and will probably not be affordable for the average population of the Seine Saint Denis.